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Landesgartenschau Heidenheim

Bienengarten

1993

<h1>Landesgartenschau Heidenheim</h1><p>Die Weganlage ist nach dem Tanz der indischen Honigbiene gestaltet und führt in mehreren Umdrehungen in den Bienengarten hinein und um die Skulpturen herum</p>
<h1>Landesgartenschau Heidenheim</h1><p>Die Sandsteinskulpturen sind aus Platten gemauert. Mehrere tausend Bohrlöcher mit unterschiedlichen Durchmessern bieten Nistplätze für verschiedene Wildbienenarten</p>
<h1>Landesgartenschau Heidenheim</h1><p>Auf der Rückseite der Honigbienenskulptur können die beiden Bienenräume geöffnet werden. Jeder Bienenraum beherbergt ein Bienenvolk. Von hier aus ist die Beobachtung der Bienen auch von Nahem gefahrlos. Außerdem können beide Bienenvölker kontrolliert und bei Bedarf auch gefüttert werden</p>
<h1>Landesgartenschau Heidenheim</h1><p>Die geschichtete Form der Sandsteinskulpturen ist isnpiriert von der Aufteilung des Bienenkörpers in einzelne Segmente. Durch die grobe Bearbeitung der Außenflächen der einzelnen Steinplatten wirkt die Form der Skulptur aufgelockert und bekommt einen individuellen Ausdruck
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<h1>Landesgartenschau Heidenheim</h1><p>Besucher des Bienengartens laufen der Wegform des Bienentanzes nach und kommen dabei immer näher an die belebten Skulpturen und Pflanzenfelder heran</p>

Jeanette Zippel bietet dem aufmerksamen Betrachter in den Bienengärten die Mög­lichkeit, Skulpturen, Lebewesen und deren natürlichen Lebens­raum als Einheit zu erfahren, in die der Mensch beobachtend eintritt.

Prof. Dr. Marieluise Schaum

Kunstwissenschaftlerin

<h1>Landesgartenschau Heidenheim</h1><p>Eine reichhaltige Bepflanzung mit Bienennährpflanzen ist um die Skulpturen herum angelegt. Sie ist die optimale Voraussetzung für eine dauerhafte und vielfältige Ansiedelung vor allem der Wildbienen</p>
<h1>Landesgartenschau Heidenheim</h1><p>Die beiden Bienenräume der Eichenholzskulptur können von hinten geöffnet werden und geben den Blick frei auf Honigbienenvölker, die im Naturwabenbau nisten – ein einmaliges Erlebnis</p>
<h1>Landesgartenschau Heidenheim</h1><p>Gut sichtbar sind hier die Fluglöcher der beiden Bienenräume mit aus- und einfliegenden Bienen am oberen Flugloch</p>
<h1>Landesgartenschau Heidenheim</h1><p>Im Zentrum des Bienengartens steht die Eichenholzskuptur für Honigbienen. Flankiert wird sie von zwei Sandsteinskulpturen für Wildbienen</p>
<h1>Landesgartenschau Heidenheim</h1><p>Manche Wildbienenarten bevorzugen Nistplätze in Holz oder Bambus. Deshalb sind die Löcher der Sandsteinskulptur teilweise mit Bambusröhrchen bestückt</p>

Belebte Skulptur

Belebte Skulpturen

Die Bienengärten mit den belebten Skulpturen sind ein wichtiger Schwerpunkt im künstlerischen Schaffen von Jeanette Zippel. Hier sind die Skulpturen Teil ganzer Gartenanlagen. Deren Wege verlaufen nach Tänzen der Honigbienen und sind umgeben von Wiesen mit Bienennährpflanzen. Besucher können die Faszination der Bienen hier direkt erleben.

Die Skulpturen dienen als Nistplatz und Lebensraum für Wild- und Honigbienen. Durch das Bienenleben im Inneren werden sie zu belebten Skulpturen. Die Gestaltung der Skulpturen ist inspiriert von einer Darstellung der griechischen Göttin Artemis. Eine antike Münze zeigt sie mit weiblichem Oberkörper und einem Bienenhinterleib als Unterkörper. Mittels starker Abstrahierung entstand die eigenständige Form der Skulptur. Sie erinnert an eine menschliche Gestalt und den Körper einer Biene zugleich.

In den großen Hohlräumen der Eichenholzskulpturen leben die Honigbienen in der ihnen eigenen unvergleichlichen sozialen Gemeinschaft. Im Inneren der Skulpturen legen sie ihren faszinierenden Naturwabenbau an. Das Eichenholz wirkt antiseptisch und schützt die Bienen vor Krankheiten.

Wildbienen leben größtenteils einzeln (solitär) und die meisten Arten benötigen für ihre Nistzellen 2 bis 8 mm breite und 5 bis 10 cm tiefe Röhren in natürlichen Materialien. Wildbienenskulpturen sind deshalb aus Sandstein, Lehm, Ziegel, Eiche oder Lavastein gebaut und an die Nistbedürfnisse angepasst.

Weil sie scheu sind und sehr schnell fliegen, sind Wildbienen in der Natur schwer zu erkennen. An den Skulpturen können sie beim Nestbau beobachtet werden, während die Honigbienenskulpturen einen seltenen Einblick in den Naturwabenbau und in die soziale Gemeinschaft von Bienenvölkern geben.

Die Gartenanlagen ergänzen die vorhandene Flora, um Wild- und Honigbienen neben den zahlreichen Nistgelegenheiten auch ein erweitertes Futterangebot zu bieten. So entstehen durch die Bienengärten dauerhafte Kleinbiotope und Rückzugsgebiete in einem ästhetisch angelegten Ambiente.


Technik
Honigbienenskulpturen: Eiche schichtverleimt
Wildbienenskulpturen: Eiche / Sandstein / Ziegel / Lavastein / Lehm

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