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Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart

Bienengarten

2001

<h1>RBK Stuttgart</h1><p>Der Bienengarten mit Eichenholzskulptur und Natursteinmauer ist für den Patientengarten des Robert-Bosch-Krankenhauses in Stuttgart gestaltet. Patienten, Mitarbeiter und Besucher können hier die Wildbienen an der Skulptur aus nächster Nähe beobachten und erleben im blühenden und summenden Garten etwas Abwechslung vom Krankenhausalltag</p>
<h1>RBK Stuttgart</h1><p>Die Wildbienenskulptur aus Eichenholz steht auf Natursteinplatten. In den Ritzen zwischen den Steinplatten ist Mauerpfeffer gepflanzt, an der Natursteinmauer ranken Bienenpflanzen empor </p>
<h1>RBK Stuttgart</h1><p>So war der Bienengarten bis 2005 von oben aus den Patientenzimmern zu sehen. Dann wurde er in einen anderen Teil des Patientengartens verlegt um einem Anbau Platz zu machen</p>

Mit der Abweichung von tradierter klassischer Auffassung in einer der wohl ältesten Kunstfomen der Menschheit, der Bild­haue­rei, zeigt Jeanette Zippel auf ihre Art und Weise Skulptur-Potenziale neu.

Prof. Dr. Marieluise Schaum

Kunstwissenschaftlerin

<h1>RBK Stuttgart</h1><p>Die Natursteinmauer ist in Form der Schwänzelphase beim Tanz der Honigbienen angelegt. Sie bietet in den Zwischenräumen der Steine ebenfalls Nistplätze für verschiedenste Wildbienenarten</p>
<h1>RBK Stuttgart</h1><p>Die Natursteinmauer schafft eine geschützte Nische für die Wildbienenskulptur. Das fördert die Ansiedelung der kälte- und zugluftempfindlichen Bienen</p>

Belebte Skulptur

Belebte Skulpturen

Die Bienengärten mit den belebten Skulpturen sind ein wichtiger Schwerpunkt im künstlerischen Schaffen von Jeanette Zippel. Hier sind die Skulpturen Teil ganzer Gartenanlagen. Deren Wege verlaufen nach Tänzen der Honigbienen und sind umgeben von Wiesen mit Bienennährpflanzen. Besucher können die Faszination der Bienen hier direkt erleben.

Die Skulpturen dienen als Nistplatz und Lebensraum für Wild- und Honigbienen. Durch das Bienenleben im Inneren werden sie zu belebten Skulpturen. Die Gestaltung der Skulpturen ist inspiriert von einer Darstellung der griechischen Göttin Artemis. Eine antike Münze zeigt sie mit weiblichem Oberkörper und einem Bienenhinterleib als Unterkörper. Mittels starker Abstrahierung entstand die eigenständige Form der Skulptur. Sie erinnert an eine menschliche Gestalt und den Körper einer Biene zugleich.

In den großen Hohlräumen der Eichenholzskulpturen leben die Honigbienen in der ihnen eigenen unvergleichlichen sozialen Gemeinschaft. Im Inneren der Skulpturen legen sie ihren faszinierenden Naturwabenbau an. Das Eichenholz wirkt antiseptisch und schützt die Bienen vor Krankheiten.

Wildbienen leben größtenteils einzeln (solitär) und die meisten Arten benötigen für ihre Nistzellen 2 bis 8 mm breite und 5 bis 10 cm tiefe Röhren in natürlichen Materialien. Wildbienenskulpturen sind deshalb aus Sandstein, Lehm, Ziegel, Eiche oder Lavastein gebaut und an die Nistbedürfnisse angepasst.

Weil sie scheu sind und sehr schnell fliegen, sind Wildbienen in der Natur schwer zu erkennen. An den Skulpturen können sie beim Nestbau beobachtet werden, während die Honigbienenskulpturen einen seltenen Einblick in den Naturwabenbau und in die soziale Gemeinschaft von Bienenvölkern geben.

Die Gartenanlagen ergänzen die vorhandene Flora, um Wild- und Honigbienen neben den zahlreichen Nistgelegenheiten auch ein erweitertes Futterangebot zu bieten. So entstehen durch die Bienengärten dauerhafte Kleinbiotope und Rückzugsgebiete in einem ästhetisch angelegten Ambiente.


Technik
Honigbienenskulpturen: Eiche schichtverleimt
Wildbienenskulpturen: Eiche / Sandstein / Ziegel / Lavastein / Lehm

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